„Wusste, dass ich beim VfL spielen will“

Dieses Thema im Forum "Profis" wurde erstellt von Herr Bert, 1. September 2020.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Eine Woche ist Neuzugang Gerrit Holtmann nun anne Castroper. Höchste Zeit, den 25-Jährigen genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Interview spricht der Flügelflitzer über seine ersten Eindrücke, was ihn auf dem Platz auszeichnet und warum ihm schnell klar war, dass er für den VfL spielen will.

    Hallo Gerrit, eine kuriose erste Woche beim VfL liegt hinter dir. Konntest du dich dennoch ein wenig einleben?

    Es ging alles sehr schnell. Ich habe vergangene Woche Montag meinen Vertrag unterschrieben und stand eine Stunde später schon mit den Jungs auf dem Trainingsplatz. Ich habe mich aber schon sehr gut eingelebt.

    Wie wurdest du von der Mannschaft aufgenommen und kanntest du schon den ein oder anderen Spieler?

    Ich wurde sehr gut aufgenommen, die Jungs haben es mir leichtgemacht. Ich kannte noch Herbert Bockhorn aus meiner Zeit in der Jugend von Werder Bremen. Mit Saulo Decarli habe ich gemeinsam bei Eintracht Braunschweig zusammengespielt. Auch der Rest Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen.

    Freitag standest du zum ersten Mal im Testspiel mit deinen neuen Mannschaftskollegen auf dem Platz. Es gab einen 3:1-Sieg gegen Borussia Dortmund – ein Einstieg nach Maß?

    Definitiv. Es war ein sehr guter Test gegen den BVB. Wir konnten schon einige Dingen, die der Trainer auf dem Platz sehen möchte, umsetzen. So kann es weitergehen: Wir spielen am Samstag gegen Schalke und dort wollen wir es ähnlich gut machen.

    Deine Schnelligkeit konnten wir in Dortmund schon bewundern. Worauf können sich die Fans noch freuen: Was bist du für ein Spielertyp?

    Das stimmt, ich bin sehr schnell. Ich habe aber auch das Auge für meine Mitspieler und kann gut Flanken schlagen. Das bin ich. (grinst) Natürlich gibt es aber auch Dinge, die ich verbessern will, zum Beispiel meine Defensivarbeit. Ich will immer besser werden und noch schneller nach vorne spielen.

    Geboren in Bremen, aufgewachsen in Bremerhaven. Bist du ein richtiges Kind des Nordens?

    Auf jeden Fall. Ich habe dort meine Jugend verbracht. Mit 18 bin ich dann nach Braunschweig gewechselt – das ist ja auch noch im Norden. (lacht) Von da aus ging es dann nach Mainz.

    Im Norden hast du auch deine ersten fußballerischen Schritte gemacht. Bei Eintracht Braunschweig hast du deinen ersten Profivertrag unterschrieben, danach folgten Stationen in Mainz und Paderborn. Wie siehst du deine Karriere bislang?

    Sehr positiv. Ich bin ziemlich spät erst Profi geworden. Mit 20 habe ich mein Profidebüt gegeben. Von Braunschweig ging es nach Mainz, wo ich auch mein erstes Europa League-Spiel gemacht habe und erste Bundesliga-Erfahrung sammeln durfte. Dann wurde ich ausgeliehen nach Paderborn. Dort hatte ich das Glück, viel spielen zu können, vorher war ich in Mainz längere Zeit verletzt. Jetzt bin ich glücklich, hier in Bochum zu sein. Ich hoffe, dass ich viele Spiele machen kann, um der Mannschaft zu helfen und erfolgreich zu sein.

    Wie kam es, dass du dich für den VfL entschieden?

    Es ging alles sehr schnell. Wir haben uns zum Gespräch getroffen, dann habe ich einen Tag Bedenkzeit gehabt. Den hätte ich aber nicht gebraucht, ich wusste, dass ich zum VfL will.

    Warum?

    Wir saßen zu viert zusammen: Sebastian Schindzielorz, Thomas Reis, Patrick Fabian und ich. Wir haben über die Spielphilosophie gesprochen und den VfL im Allgemeinen. Danach musste ich nicht lange überlegen: Ich wusste, dass ich beim VfL spielen will.

    Frage zum Abschluss: 8. Mai 2016 – Klingelt es da bei dir?

    Ja! Ich habe hier in Bochum mit Eintracht Braunschweig gespielt. Wir wollten noch einen schönen Saisonabschluss erleben – das haben wir geschafft. Ich konnte ein Tor und zwei Vorlage beisteuern. Ich hoffe, dass ich das nun hier beim VfL einbringen kann und viele Tore und Vorlagen liefern kann.

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