U15 knackt Schalke und steht im Finale

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von Herr Bert, 8. Mai 2019.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    In den Pokalwettbewerben dieser Saison machen die Nachwuchsmannschaften des VfL Bochum 1848 bislang eine gute Figur. Die U19 krönte sich bereits als Sieger, die U17 eliminierte erst vergangene Woche den FC Schalke 04 und zog ins Halbfinale ein. Dort steht auch die U15 von Simon Schuchert und erwartet ebenfalls den Reviernachbarn. Gerne würde Schucherts Mannschaft es der U17 nachahmen und die Knappenschmiede aus dem Turnier schmeißen. Die mögliche Belohnung: Das Endspiel und eine Chance auf den Cup.

    Schuchert: „Auf solche Spiele trainiert man hin“

    Mit zahlreichen Erfolgserlebnissen, darunter auch einige Kantersieg wie das 7:0gegen Alemannia Aachen am vergangenen Sonntag, holte sich die U15 von Simon Schuchert zuletzt reichlich Selbstvertrauen für das heutige Halbfinale im Westfalenpokal gegen den FC Schalke 04 (18 Uhr). Anders die Schalker, die nach 20 Spielen ohne Niederlage ausgerechnet im (vorentscheidenden) Topspiel bei Borussia Dortmund mit 1:5 unterlagen und sich wohl mit Rang zwei begnügen müssen. Für den Coach hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen auf das direkte Duell: „Ein Spiel wird ein so starkes Schalke nicht verunsichern, zumal das ein anderer Wettbewerb ist. Das wird brutal schwer, ein Spiel auf richtig hohem Niveau und ohne Raum für Fehler. Details werden den Unterschied machen.“

    So wie schon in den beiden Begegnungen in der Liga, in denen der VfL als einige der ganz wenigen Mannschaften unbesiegt vier Punkte holen konnte und den Gästen eine von nur zwei Niederlagen beibringe konnte. Das haben natürlich auch die Schalker noch im Hinterkopf. „Wir wissen um ihre Qualität, sie aber auch um unsere. Dennoch sehe ich uns als kleinen Außenseiter, wir brauchen einen Top-Tag. Der Anreiz, ins Finale zu kommen, ist aber natürlich unheimlich hoch und wir haben richtig Bock, auf solche Spiele trainiert man im Endeffekt ja hin. Wir werden ans Maximum gehen. Denn: Wenn man den Pokal will, muss man alle schlagen“, ist sich der Übungsleiter bewusst.

    Mit so einem Highlight vor der Brust ist auch der 7:0-Erfolg über Aachen besonders zu bewerten, haben viele Mannschaften doch Probleme, sich „auf den Alltag“ zu konzentrieren, wenn so ein Spiel ansteht. „Diese Mannschaft ist eine große Freude für jeden Trainer, das gibt es wahrscheinlich nicht so oft. Die Jungs haben alle eine unfassbare Mentalität“, so Schuchert. Das Rezept für einen Erfolg? „Im Rückspiel haben wir ihnen phasenweise zu viel den Ball überlassen. Wir müssen an unsere eigenen Spielanteile kommen und dürfen nicht hinterherlaufen.“
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Derbysieg. 2:1
    OKM, Hoffi65 und Charly Böttcher gefällt das.
  3. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Die diesjährige Westfalenpokal-Saison steht offenbar ganz im Zeichen des Talentwerks. Nachdem schon die U19 des VfL Bochum 1848 den Titel einheimsen konnte, zog zuletzt die U17 mit einem Sieg auf Schalke ins Halbfinale ein. Nun war die U15 von Simon Schuchert in der Runde der letzten Vier ebenfalls gegen den FC Schalke 04 gefordert und eliminierte die Knappenschmiede nach großem Kampf dank eines Doppelschlags von Luka Blazevic (21.) und Tunahan Yardimci (24.) mit 2:1. Er Anschlusstreffer der Gäste kam zu spät (66.). Auf wen die U15 im Finale trifft, entscheidet sich erst Anfang Juni.

    Schuchert: „Mentalität hat alles übertroffen“

    Die Aufgabe, die die Jungs von Simon Schuchert mit dem Tabellenzweiten der Regionalliga West bewältigen mussten, hatte es in sich. Doch die U15 des VfL hat in dieser Spielzeit bereits zweimal bewiesen, dass die mit dem Meisterschaftskandidaten S04 mehr als mithalten kann und holte in zwei Duellen vier Punkte. Nun also der dritte Vergleich im Halbfinale des Westfalenpokals. Die erste Viertelstunde der Partie liefen aber noch nicht nach dem Gusto von Coach Schuchert: „Da haben wir es noch nicht gut gemacht und Schalke hatte Chancen, um in Führung zu gehen. Über zweite Bälle und Biss haben wir dann immer besser reingefunden. Wir wollten Schalke wehtun.“

    Mit einer Weltklasse-Parade verhinderte Schlussmann Leon Nübel den frühen Rückstand, der das Ganze sicherlich nicht einfacher gemacht hätte. Stattdessen kamen die Gastgeber peu à peu besser auf und nutzten die erste sehenswerte Kombination gleich zur eigenen Führung. Artur Golobytskij eroberte das Leder und nahm Kapitän Marcel Foit mit. Der steckte im richtigen Moment durch für den schnellen Luka Blazevic, der schneller als der herausstürmende Keeper der Schalker am Ball war und dann ins leere Tor einschob (21.). Doch es kam noch besser: Nur drei Minuten später legte sich Tunahan Yardimci das Spielgerät zum Freistoß zurecht und zirkelte es herrlich in die Maschen – Schalkes Torwart war chancenlos (24.). „Das haben wir tags zuvor noch im Training geübt. Dass er ihn dann so reinhaut, ist natürlich überragend“, freute sich Schuchert über fruchtende Maßnahmen.

    Die Treffer taten seinen Jungs dann auch richtig gut, bis zur Pause hatte der VfL nun Oberwasser, konnte aber kein drittes Tor mehr nachlegen. Im zweiten Spielabschnitt war der Gast aus Gelsenkirchen natürlich gefordert und versuchte alles, fand gegen die gut gestaffelte VfL-Hintermannschaft aber kaum ein Durchkommen. „Wir haben viel wegverteidigt und kaum etwas Ernsthaftes zugelassen. Durch ganz frühes Stören haben wir Schalke ein Stück ihrer hohen Qualität genommen und mussten nicht ständig dem Ball hinterherlaufen. Dass dann mal einer durchrutscht, kann gegen den Tabellenzweiten dann schon mal passieren. Die Mentalität der Jungs, ich kann mich nur wiederholen, hat heute mal wieder alles übertroffen. Wie sie sich in jeden Ball reingeworfen haben war schon klasse und daher ist der Sieg auch nicht unverdient“, fasst der Coach zusammen.

    Mehr als der Anschlusstreffer (66.) rund fünf Minuten vor Schluss sollte den Schalkern also nicht gelingen, der VfL brachte den Sieg über die Zeit und steht im Finale, dass wohl am 4. Juni stattfinden wird. Der Gegner muss im anderen Halbfinale zwischen den Sportfreunden Siegen und dem Sieger des noch ausstehenden Viertelfinals zwischen Arminia Bielefeld und Borussia Dortmund ermittelt werden. Doch das spielt für Schuchert keine Rolle: „Die Jungs wollten unbedingt das siebte Spiel nach den Osterferien und haben sich das Finale hart erarbeitet. Gegen wen wir dann im Endeffekt spielen, ist egal. Wir freuen uns auf jeden, der da kommt.“
    Hoffi65 und aniger60 gefällt das.

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